In seiner deutschen Ur-Version mit Berliner Straßennamen.
Monopoly 1936 im Holzkasten
Das beliebte Brettspiel wurde in den 30er Jahren vom in Philadelphia beheimateten arbeitslosen Heizungsbauer Charles Darrow entwickelt. Für diese erste Version des Spieles wählte er Straßenamen aus der Bäder- und Casinostadt Atlantic City. Darrow vertrieb das Spiel zunächst unter eigener Ägide und konnte es 1935 an den Spielzeug-Konzern Parker Brothers verkaufen. Es wurde zum größten Verkaufsverfolg von Parker.
Schon 1936 wurde in Lizenz eine deutsche Ausgabe hergestellt, deren Straßennamen dem Berliner Stadtplan entlehnt waren. An der Stelle des Spielfeldes, wo es heute "Schloßallee" heißt, hatte damals das Berliner Nobel-Viertel Schwanenwerder seinen Platz. Die Legende will es, daß seinerzeit Propagandaminister Goebbels höchstpersönlich das Spiel verbieten ließ, weil er selbst wie eine Reihe anderer NS-Größen in Schwanenwerder wohnte und nicht wollte, daß dem Volk der Reichtum der braunen Machthaber so plastisch vor Augen geführt wurde.
Die Tatsache, daß das deutsche Monopoly seither weltweit das einzige Monopoly war, das mit Phantasie-Straßennamen auskommen mußte, spricht dafür, daß an dieser Darstellung etwas dran sein könnte. Nun gibt es wieder das Monopoly mit dem Original-Spielfeld von 1936 - zusätzlich aufgewertet durch einen Spielkasten aus Holz.
Es handelt sich um ein sehr edles Geschenk für Sammler und Liebhaber.